Weihnachts- und Neujahrsgrüße von Bürgermeister Paul Weber

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Weihnachten und der Jahreswechsel stehen bevor. Gerne halten wir in dieser Zeit inne und schauen auf das vergangene Jahr zurück. Gleichzeitig fragen wir uns, was bringt das neue Jahr.

2020 war ein turbulentes und von der Coronapandemie geprägtes Jahr. Ein Jahr das für viele Menschen besonderes herausfordernd und oft auch beklemmend und belastend war.

 

Mit Disziplin und der gebotenen Zurückhaltung haben wir die Pandemie bisher gemeinsam gut gemeistert. Die Krise ist allerdings noch lange nicht ausgestanden und ich bitte Sie, auch weiterhin achtsam zu sein. Wir verfügen über ein hervorragendes Gesundheits- und Sozialsystem, jedoch dürfen wir dieses nicht überstrapazieren.

 

Kommunalpolitisch hat das Jahr mit einem bewegten Jahresbeginn und mit einem spannenden Wahlwettbewerb begonnen. Inhaltlich wurden dabei eine Vielzahl von Themen, die unseren Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegen, angesprochen. Für mich persönlich war mein Amtsantritt am 1. Mai erfüllt von großer Freude, dass Sie mich zum Bürgermeister unserer Stadt gewählt haben. Dies ist für mich persönlich mit großer Demut und Respekt vor der Aufgabe verbunden. Tagtäglich ist dieses Amt eine immer wieder neue und große Herausforderung.

 

In unserer Stadt ist viel in Bewegung. Denken wir nur an das große und komplexe Thema Verkehr, das Sie alle bewegt und berührt. Hierzu wurden inzwischen zahlreiche Gespräche mit den zuständigen Behörden geführt. Inhaltlich standen die Verwirklichung der Nordwestumfahrung, eine mögliche Tonnagebegrenzung für Lastkraftwagen oder auch die kürzlich installierte Ampelanlage an der Kreuzung Münchener Straße/Augsburger Straße im Vordergrund.

 

Bei den Aktivitäten zur Stärkung des Klimaschutzes, hat der Stadtrat einen Beschluss zur Errichtung einer Freiflächen–Photovoltaikanlage gefasst. Weiter planen wir durch technische Optimierungen den Energiebedarf in unserem Klärwerk zu reduzieren und es laufen Bestrebungen, die Klärschlammentsorgung mit einer Energiegewinnung zum Beispiel Wasserstoff zu verbinden.

 

Eine ganz wichtige Entscheidung war der Beschluss des Stadtrats zur Sanierung des Klosterstadels. Damit wurde ein zentraler Punkt unserer Innenstadtentwicklung auf den Weg gebracht. Der für die Barrierefreiheit erforderliche Umbau der Gehwege ist ebenfalls bereits beschlossen. Allerdings verzögert sich die Baumaßnahme aus unterschiedlichen Gründen etwas und kann daher erst zu Beginn des kommenden Jahres ausgeführt werden.

 

Nach wie vor sehr positiv ist die Bevölkerungsentwicklung. Wir investieren kräftig in die Infrastruktur der Kindertagesstätten und der Schule, sodass wir hier gut aufgestellt sind.

 

Diese Investitionen sind unverzichtbar, da wir gerade in diesen besonderen Zeiten optimale Betreuungs- und Lernbedingungen dringend benötigen. Beispielsweise haben wir beim Kindergarten Tabeki einen vierten Gruppenraum angebaut und in der Schule wurde die Ausstattung deutlich verbessert. Alle Klassenzimmer der Grund– und Mittelschule bekommen digitale Tafeln und wir haben das teilweise aus den 80er Jahren stammende Mobiliar erneuert.

 

Großes Augenmerk legen wir auch auf unsere Seniorinnen und Senioren. Wir werden die Bedürfnisse, Anregungen und Wünsche unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, sowie die daraus resultierenden Notwendigkeiten sehr genau beobachten und gegebenenfalls nachbessern.

 

In den vergangenen Wochen wurde im Stadtrat über die Erschließung von Baugebieten und die Vergabemodalitäten von Grundstücken beraten. Angelehnt an die Richtlinien des Einheimischenmodells versuchen wir verhältnismäßig günstige Baugrundstücke für unsere Bürgerinnen und Bürger anbieten zu können. Voraussichtlich ab Frühsommer 2021 ist das Baugebiet „Am Pfaffenberg“ bebaubar.

 

Die im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus von der Stadt errichteten Wohnungen an der Münchener Str. sind inzwischen alle belegt. Mit Blick in die Zukunft werden wir dafür sorgen, dass wir weiterhin bezahlbaren Wohnraum zu Verfügung stellen können.

 

Ein Meilenstein wurde beim weiteren Ausbau des Glasfasernetzes im gesamten Stadtgebiet gesetzt. Zusammen mit der Gemeinde Ernsgaden haben wir eine Gesellschaft zum Aufbau eines kommunalen Breitbandnetzes gegründet. Gegenüber der Möglichkeit durch externe Anbieter, erwarten wir uns mit diesem Schritt einen deutlich schnelleren Fortschritt des Ausbaus.

 

Von besonderer Bedeutung ist bei unserer Arbeit auch die Vorsorge im Rahmen des Katastrophenschutzes und des Feuerwehrwesens. Wir haben erst vor wenigen Wochen beschlossen, für die Feuerwehren in Ilmendorf, Rottenegg und Geisenfeld jeweils ein Mannschaftstransportfahrzeug zu beschaffen.

 

Ja meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich hoffe Ihnen mit diesem kurzen Rückblick einen kleinen Einblick in unsere tägliche Arbeit gegeben zu haben. Sie sehen es ist viel in Bewegung. All diese Aufgaben, konnten wir und werden wir auch in der Zukunft nur gemeinsam erreichen. Ich möchte daher allen danken, die sich privat und in der Öffentlichkeit für ihre Mitmenschen einsetzen und viel Gutes tun. Besonders danke ich denen, die sich gerade in Bezug auf Corona mitmenschlich und fürsorglich für andere eingesetzt haben. Ich danke vor allem den Menschen, die weit über das normale Maß hinaus viel mehr getan haben, als es ihre Pflicht ist.

 

Mein besonderer Dank gilt dem Zweiten und dem Dritten Bürgermeister, sowie den Fraktionsvorsitzenden und allen Mitgliedern des Stadtrats für die gute und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle unserer Stadt. Ferner danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt und der Verwaltungsgemeinschaft Geisenfeld, den Vertretern der Behörden und der Kirchen und aller gesellschaftlichen, sozialen und caritativen Organisationen für das gute Miteinander.

 

Herzlich danke ich den Vorsitzenden und rührigen Helfern in den Vereinen und Verbänden, der Polizei, allen Feuerwehren, dem Rettungsdienst, den gemeinnützigen Hilfsorganisationen und dem Katastrophenschutz.

 

Besonders in der weihnachtlichen Zeit denke ich auch an unsere älteren Mitmenschen die erkrankt sind oder sich einsam fühlen. Ihnen allen gilt von Herzen mein Wunsch, dass Sie trotz aller Beschwerlichkeiten zuversichtlich bleiben.

 

Abschließend darf ich Ihnen allen, liebe Bürgerinnen und Bürger ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes und glückliches neues Jahr wünschen.

Machen Sie es gut und bleiben Sie vor allem mir gesund! (HK)

 

Herzlichst Ihr

 

Paul Weber

Erster Bürgermeister